Tierisch guter Unterricht

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Klasse 1b: Hunde bringen den Erstklässlern das „H“ bei

Feuchte Schnauzen und dichtes Fell – die Schüler der Grundschule Flomborn staunten über ihre neuen Lehrkräfte Odie und Lenny, zwei Australian Sheperds. Zur Einführung des Buchstabens „H“ engagierte die Klassenlehrerin der 1b Martina Kunath die Pferde- und Hundetrainerin Carmen Bonnet mit ihren zwei Hunden.

Die Begeisterung unter den Erstklässlern über den tierischen Unterricht war groß. „Diese besondere Unterrichtsstunde ist ein prima Einstieg für den neuen Buchstaben „H“. Die Kinder haben im Unterricht aber auch gelernt, wie sie mit Hunden richtig umgehen können“, betont Martina Kunath.
Sitz, Platz, Männchen oder rückwärts – die schlauen Australian Sheperds freuten sich, ihre Tricks der Klasse vorzuführen und mit den kleinen Tierfreunden ausgiebig zu schmusen. „Odie und Lenny lieben Kinder und können dadurch auch zurückhaltenderen Kindern die Angst nehmen“, betont Carmen Bonnet, die seit fünf Jahren in Worms als Pferde- und Hundetrainerin arbeitet. Die bunt gescheckten Australian Sheperds sind nicht nur intelligente, sondern ebenso im Umgang mit Kindern ruhige und freundliche Gefährten.Auf dem Stundenplan stand neben dem neuen Buchstaben „H wie Hund“ auch der richtige Umgang mit Hunden. „Gerade gegenüber fremden Hunden auf der Straße kommt es häufig zu gefährlichen Situationen. Kindern stürmen auf den Hund zu und wollen ihn streicheln oder sie rennen aus Angst weg – „beide Reaktionen sind gefährlich“, sagt Carmen Bonnet. Die Hundetrainerin zeigte den Schülern anschaulich das richtige Verhalten gegenüber einem fremden und herrenlosen Hund. „Der erste Instinkt ist sich schnell umzudrehen und weglaufen. Das ist allerdings im Umgang mit Hunden das falsche Signal, da so ganz automatisch der Spieltrieb oder der Jagdinstinkt angesprochen wird. Der Hund läuft hinterher und wird schlimmstenfalls zuschnappen“, sagt Carmen Bonnet. Die Hundetrainerin rät daher, wenn kein Erwachsener in der Nähe ist, stehen zu bleiben und dem Hund nicht in die Augen zu schauen. Im Unterricht probierte die sechsjährige Mia unter der Anleitung der Hundetrainerin beide Verhaltensweisen mit Odie aus. Das Resultat war erstaunlich, rannte Mia weg flitzte Odie ihr nach. Entfernte sie sich allerdings langsam, blieb Odie an seinem Platz. „Dies ist eine ganz wichtige Erfahrung für die Kinder. Hunde sind Tiere, vor denen sie durchaus Respekt aber keine Angst haben sollten. Das Beste ist immer beim Besitzer zu fragen, ob sie den Hund streicheln dürfen. Damit sind sie auf der sicheren Seite“, betont Bonnet. Auch Martina Kunath ist zufrieden mit der tierischen Unterrichtsstunde: „Ich werde die vierbeinigen Lehrer Odie und Lenny gerne auch beim nächsten Mal wieder einladen. Die Kinder haben viel gelernt und kennen jetzt ganz nebenbei noch den neuen Buchstaben „H“.“

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